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Samstag, 6. Dezember 2014

South-Stream-Absage schockt die EU

Alles Schall und Rauch. Da dachten doch die EU-Apparatschiks in Brüssel, sie könnten Russland immer neue Auflagen aufzwingen und zu Zugeständnissen nötigen, im Glauben, Moskau will unbedingt die South-Stream Gaspipeline realisieren und würde deswegen alles was die EU auftischt schlucken. Jetzt hat Präsident Wladimir Putin die Erpressung satt und bei seinem Türkeibesuch gesagt, das South-Stream-Projekt ist gestorben und das russische Gas wird in die Türkei geliefert. Wow, diese Ohrfeige hat gesessen und einen Schock ausgelöst. Am meisten schockiert sind die von der Absage betroffenen Länder: Bulgarien, Ungarn, Serbien, Slowenien und Österreich. Haben sie sich doch auf die Gelder aus dem Bau der Pipeline und aus den Transitgebühren gefreut. Diesen Geldsegen können sie jetzt vergessen und sich in Brüssel über den riesigen Verlust beschweren.



Es ist einfach nicht zu fassen, wie Brüssel einerseits einen wirtschaftlichen Schaden nach dem anderen anrichtet, auch mit den Sanktionen, nur weil dort ein Haufen Russlandhasser sitzen mit krankhafter Böswilligkeit gegenüber allem russischen und dazu noch gehorsam die Befehle aus Washington befolgen. Anderseits die EU-Länder diesen Schaden den sie erleben immer wieder folgsam schlucken und nichts dagegen tun. Das kommt davon, wenn man seine Souveränität an Brüssel abgegeben hat und nicht mehr Herr im eigenen Haus ist. Die Regierungen der EU-Länder haben nichts mehr zu sagen und sind nur noch machtlose Puppen, müssen zusehen wie die EU-Führung sich einen Dreck um die nationalen Interessen der Mitgliedsländer kümmert. Wie oft habe ich schon gesagt, EU ist die Abkürzung für Europas Untergang?

Westeuropa und die USA hatten immer schon die arrogante und imperialistische Einstellung, Russland dient nur als Lieferant von Energie und Rohstoffe, mehr nicht. Die ehemalige US-Aussenministerin Madlein Albright brachte es deutlich auf den Punkt als sie mal sagte, die Rohstoffe Russland gehören nicht den Russen, sondern gehören der Welt-gemein-schaft. Damit meint sie natürlich, der gemeine Teil der Welt der es schafft, alle anderen auszuplündern und zu versklaven, also der kriminellen Geldelite. Der Westen ist immer davon ausgegangen, das russische Öl und Gas müssen westliche Firmen in Russland fördern und über westliche Pipelines nach Europa transportieren. So geschah es auch unter dem Verräter Jeltsin, das korrupte und besoffene Schwein, das Russland an Rothschild und Co. verschenkte und daraus die "Doppelpass" Oligarchen als Milliardäre entstanden lies.

Nach dem Putin im Jahre 2000 zum Präsidenten gewählt wurde, hat er diese sogenannte "Privatisierung" von Jeltsin, die tatsächlich ein Raub des russischen Volksvermögens war, rückgängig gemacht und die Energieindustrie verstaatlicht. Das ist der Hauptgrund für den westlichen Putin-Hass, weil er Yukos dem Gauner und Dieb Khodorkovsky weggenommen hat und das Vermögen in die staatliche Rosneft integrierte. Ähnliches erfolgte mit Gazprom, der staatliche Gasförderer und Exporteur. Putin verhinderte, dass die russische Energieindustrie in westliche Hände fiel. Wenn die Europäer über Europas Energieabhängigkeit von Russland sprechen, dann meinen sie damit in Wirklichkeit, es stinkt ihnen das Gas vom russischen Staatsmonopol kaufen zu müssen, statt von den eigenen westlichen Energiekonzernen.

Dieser Groll, zusammen mit dem festen Irrglauben, Russland wäre irgendwie auf Europa als Gaskunde angewiesen, hat die EU-Führung zu einer überheblichen Haltung geführt und zu der Einstellung, sie können den Tarif und die Bedingungen den Russen was die Gaslieferungen betrifft diktieren. Mit dem sogenannten "Third Energy Package", das als Antimonopolgesetz deklariert wird, wollten sie Gazprom zwingen, nicht gleichzeitig als Gaslieferant, Pipelinebesitzer und Betreiber aufzutreten. Darum geht's beim South-Stream-Konflikt. Dabei wurde das "Third Energy Package" erst nach der Einigung über das South-Stream-Projekt geboren, ist also extra wegen Gazprom von der EU erfunden worden.


Wenn Gazprom darauf einginge, dann hätte die EU die Kontrolle über den ganzen Betrieb von Gazprom übernommen, was im Endeffekt die Kontrolle über die ganze russische Energieindustrie nachziehen würde. Was aber jetzt passiert ist, die Russen haben dazu Nein gesagt. Statt auf die Forderungen aus Brüssel einzugehen und einzuknicken, um mit dem South-Stream-Projekt fortfahren zu können, mit dem die EU-Führung mit einem Grinsen fest rechnete, haben die Russen zum völligen Erstaunen aller das Projekt beerdigt. Damit hat niemand gerechnet. Was die Europäer nicht kapieren, South-Stream ist extrem wichtig für die Länder in Südosteuropa und für die europäische Wirtschaft insgesamt, nicht unbedingt für Russland.

“Das Projekt ist vom Tisch. Das war’s” sagte der Chef von Gazprom, Alexei Miller. Und Putin: Wenn Europa das Projekt nicht wolle, dann werde es eben nicht gebaut. “Wäre es besser, wenn wir South-Stream hätten? Absolut”, so der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic. “Wir bezahlen den Preis in einem Konflikt zwischen zwei Grossmächten.”


Die ganzen von der Absage betroffenen Länder stehen wirtschaftlich sehr schlecht dar. Für sie ist South-Stream ein lebenswichtiges Investitions- und Infrastrukturprojekt. Dazu noch die jährlichen Einnahmen aus den Transitgebühren, die dringend benötigt werden und mit denen man schon gerechnet hat. Das ist jetzt alles vorbei. Warum? Weil Brüssel meinte, mit Moskau Poker spielen zu können und dabei gross bluffen. Putin hat den Bluff herausgefordert und jetzt sehen wir wer die schlechteren Karten hat und blöd aus der Wäsche guckt. Die alternativen Quellen für Gas über die man in Europa immer wieder spricht, um die gigantische Menge an russischem Gas zu ersetzen, gibt es nicht. Das gehört auch zum Bluff.

Ja es gibt dummes Geschwätz über Gas aus den USA per Schiff, aber nicht nur ist der Transport mengenmässig unrealistisch, die Amis haben nichts und können nichts liefern. Der stark fallende Ölpreis wird sowieso die Förderung des teuren Fracking-Gas unrentabel machen und viele amerikanische Betriebe schliessen lassen. Deshalb, es wird keinen Export von US-Gas nach Europa geben. Andere Quellen für Gas, etwa aus der Nordsee oder aus Nordafrika, können nicht die Lücke schliessen. Gas aus dem Iran obwohl dort reichlich vorhanden kommt auch nicht, weil man wie gegen Russland Sanktionen verhängt hat. Noch ein Schuss ins Knie. Aber die Iraner liefern sowieso lieber gegen Osten, nach Indien und China.


Russland ist geografisch der nächste und logischte Partner für das Gas das Europa benötigt. Aber die EU macht alles um es sich mit Moskau zu verscherzen. Das Nabucco Pipelineprojekt ist ja auch in einem Debakel versunken, von wegen Gas aus dem Kaspischen Meer holen. Hat sowieso nie wirtschaftlich einen Sinn gemacht. Europa hat Russland immer wieder vor dem Kopf gestossen, beleidigt, beschimpft und bestraft, ist aber jetzt aus eigenem Verschulden am Arsch. Russland braucht Europa nicht als Gaskunde, hat mit China gigantische Lieferverträge abgeschlossen und weitere folgen mit Indien. Putin hat jetzt mit Erdogan auch einen Deal gemacht, der Türkei grosse Mengen an Gas zu liefern, was im Prinzip South-Stream ersetzt,

Diese ganzen Verträge zeigen, Russland hat die strategische Entscheidung getroffen, den Energiefluss weg von Europa zu lenken. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, heisst es doch. Wer dauernd so blöd tut und seinen wichtigsten Energiepartner immer wieder wie Dreck behandelt, muss sich nicht wundern. Europa wird damit ernsthaften Problemen ausgesetzt, es werden grosse Mengen an Gas fehlen. Die Wirtschaft und die Bürger der EU können sich bei ihren verblödeten Politikern dafür bedanken, die aus idiotischen Gründen an einer Russland-Phobie leiden und damit nur Schaden anrichten. Die deutsche Firma Salzgitter sollte die 75'000 12-Meter Rohre als erste Tranche für South-Stream liefern, im Wert von 500 Millionen Euro. Wie viele Arbeitsplätze hätte dieser Auftrag und viele weitere die in die Milliarden gehen gesichert?


Na Merkel, du Obama-Arschkriecherin und Putin-Hasserin, was willst du jetzt deinen gutgläubigen Untertanen erzählen? Ohne Job und ohne Gas sich den Arsch abfrieren ist nicht lustig. Und was ist mit den Bulgaren, Serben, Slowenen und Österreichern? Die sind stinksauer. Bulgarien, das ärmste Land der EU, hätte am meisten profitiert mit bis zu 4 Milliarden Euro an Investitionen, welche die Baufirmen an Aufträge ausgeführt hätten. Nur, die Regierung ist auch mitschuldig am Desaster. Die Menschen dort sollten den Präsidenten fragen, warum sie die Arbeit an South-Stream eingestellt haben, nach dem der Oberkriegshetzer John McCain Bulgarien besucht hat? Was ist eigentlich mit diesen ganzen EU-Ländern los? Tanzen die alle nur noch nach Washingtons Pfeife, auch wenn es ihnen am meisten selber schadet?


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