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Montag, 5. Januar 2015

ARD: Tagesschau propagiert extralegale staatliche Hinrichtungen


ARD tagesschau 30.12.2014 20.00Uhr (ab 6:50m)


Ein deutscher General bestätigt im Interview, was deutsche Journalisten seit Jahren wissen, aber nicht der Öffentlichkeit sagen: dass die Bundeswehr direkt und indirekt an tausendfachem Mord in Afghanistan beteiligt ist.


Extralegale Hinrichtungen, vorzugsweise aus sicherer Entfernung mit Drohnen ausgeführt, haben keinerlei rechtliche Grundlage. Es gibt weder ein juristisches Verfahren noch ein Urteil. Selbst wenn es dies gäbe, wäre die Todesstrafe in einem zivilisierten Land geächtet. Drohnenmorde durch die USA haben laut einer Untersuchung der Menschenrechtsorganisation Reprieve eine “Trefferquote” von 4%. Bei dem Versuch 41 Personen zu ermorden, die ohne jedes rechtsstaatliche Verfahren von den USA zum Abschuss freigegeben wurden, kamen insgesamt 1,147 Menschen ums Leben. Das ist, als würde man ein Flächenbombardement über einem Wohngebiet abwerfen, in dem sich jemand aufhält, von dem man vermutet, dass er ein Terrorist sein könnte.



Für die tagesschau, die sich noch eine Minute zuvor über ein rechtsstaatliches und mildes Urteil über einen russischen Betrüger echauffiert hatte, sind diese Massenmorde an Zivilisten durch die USA, mit direkter und indirekter deutscher Beteiligung, völlig in Ordnung.


Oliver Köhr: “Natürlich müssen die Vorwürfe gegen den damaligen Kommandeur aufgeklärt werden. Aber: Bundeswehr und BND hatten den Auftrag, Daten über Terrorverdächtige zu sammeln und gegebenenfalls auch weiterzugeben. Alle Beteiligten ahnten, dass damit gezieltes Töten möglich war. Aber der deutschen Öffentlichkeit fällt es offenbar schwer, sich einzugestehen: die Bundeswehr war an einem Krieg beteiligt, in dem Menschen getötet wurden.”


Tatsächlich gibt es gar nichts mehr aufzuklären, da General Ramms höchstpersönlich die Praxis bestätigt hat. Die Fakten liegen also längst auf dem Tisch. Die Beteiligten haben auch nicht geahnt, dass extralegale Hinrichtungen an der Tagesordnung waren und auch mit Hilfe der Deutschen durchgeführt wurden, sie haben es gewusst.


Die Propagada FÜR die extralegale staatliche Hinrichtung liegt im letzten Satz: “Aber der deutschen Öffentlichkeit fällt es offenbar schwer, sich einzugestehen: die Bundeswehr war an einem Krieg beteiligt, in dem Menschen getötet wurden.” Dazu muss man zunächst klarstellen, dass es Propagandamedien wie die ARD waren, die die deutsche Bevölkerung jahrelang über den real stattfindenden Krieg in Afghanistan, belogen und getäuscht haben.


Drohnenmorde sich selbst nach Ansicht vieler US-Rechtsexperten Verstöße gegen das Völkerrecht. Die bewusste Inkaufnahme einer Vielzahl zivilier Opfer ist aber ohnehin ein Kriegsverbrechen, denn Zivilisten sind auch in einem Krieg in jedem Fall zu schützen. Was die tagesschau hier betreibt ist also nichts anderes, als die Verharmlosung, Rechtfertigung und Propagierung extralegaler Morde und massenhafte Tötung von Zivilisten. Dass der Kommentator ganz bewusst einen Unterschied zwischen deutscher Bevölkerung auf der einen Seite und den Tätern in der Bundeswehr, Politik und Medien auf der anderen Seite zieht, macht deutlich, wo die Fronten in dieser Frage um Recht und Unrecht verlaufen.



Quelle: Propagandaschau

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