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Samstag, 28. Februar 2015

EnDgAmE-Demo in Halle vom 21.02.2015


Von Frank Geppert

Am Samstag den 21.02.15 fand die Endgame-Demo der Engagierten Demokraten und der Friedensbewegung Halle in Halle an der Saale statt. Dabei wurde sowohl gegen die imperialistische Kriegspolitik der US-Administration demonstriert, als auch Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und mit dem staatenlosen palästinensischen Volk gezeigt.

Die Veranstaltung wurde von Frank, Donatus und Wojna eröffnet. Ein danach geplanter Umzug wurde blockiert und in Zusammenarbeit mit der Polizei auf später verschoben. Die MZ behauptet fälschlicherweise, er wäre verhindert worden. Da sie aber abends über die 4 Strafanzeigen am Rande der Veranstaltung informiert waren, hätten sie eigentlich wissen müssen, dass ein Umzug stattgefunden hat.

Zu den Strafanzeigen kam es, weil gewaltbereite Gegendemonstranten dauerhaft störten und sogar Endgame-Demonstranten körperlich angriffen oder mobile Lautsprecher bei Nebenkundgebungen beschädigten. Es wurden auch Reifen von Fahrzeugen der Endgame-Teilnehmer zerstochen.

Die Veranstalter brachten viele Plakate und Nationalflaggen mit. Einige Besucher hatten historische oder Fantasie-Fahnen dabei. Neben einer Mehrzahl von parteilosen Friedensdemonstranten wurden auch einige NPD-Mitglieder gesehen, die sich teilweise mit den Veranstaltern fotografieren ließen, um diese in Misskredit zu bringen. Die Veranstalter selber kritisierten aber Nationalismus, Faschismus und Extremismus mehr als einmal und erklärten das auch nach der Veranstaltung.

Später sprachen der Palästinenser Fuad Afane, die Friedensaktivistin und Publizistin Evelin Pietza, Elena Schulz oder Victor Seibel. Ein ungeladener Gast griff sich das Mikrofon, der später als DVU- und NPD-Anhänger in der Presse fokussiert wurde, um die Bewegung erneut in eine rechte Schublade zu stecken. Mehrfach wurde “Nazis raus” gerufen, was allerdings von den üblichen etablierten Medien verschwiegen wurde, um das vorgefertigte Bild nicht in Frage zu stellen.

Die Gegendemonstranten kritisierten die Bewegung als “anti-amerikanisch” und brachten USA- und Israelfahnen sowie einen aufblasbaren, großen israelischen
Hammer mit, als Symbol der militärischen Schlagkraft Israels und Unterdrückung ihrer semitischen Nachbarn. Damit stellten sie sich selbst aggressiv, völkerverachtend und kriegsverherrlichend dar. Vermutlich wollten sie damit eher die Demonstranten und vor allen Dingen die palästinensischen Gäste provozieren. Die Linksjugend Solid, die Grünen und die SPD-Jugend distanzierte sich nicht davon, sondern stand mit diesen teilweise Vermummten zusammen. Am Rand tanzten einige Vereinzelte auf einer eigenen Kundgebung der Partei “Die Partei”.

Die Gegner riefen auch “USA, USA” oder “Tekkno, Tekkno, USA, Coca Cola Antifa” während die Friedensdemonstranten “Nazis raus” erwiderten und erneut bewiesen, die wahren Antifaschisten zu sein.

Die Kundgebung endete mit einem Umzug über die Rathausstraße zum Leipziger Turm und zurück über die Leipziger Straße zum Markt. Dabei wurde eine NATO-Fahne zerrissen und das Lied “Ami go Home” von Ernst Busch gesungen.


Der freie Journalist Hagen Grell von iProtest hat im Gegensatz zur etablierten Presse alle Seiten wieder einmal sehr anschaulich dargestellt und sowohl die Eröffnungsveranstaltung der Gegendemonstranten als auch die Endgame-Veranstaltung begleitet und aufgezeichnet:



Quelle: Friedensbewegung Halle

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