Seiten

Donnerstag, 16. April 2015

Food Inc. - Was essen wir wirklich?

Ein durchschnittlicher amerikanischer Supermarkt führt 47.000 Produkte. Für die trügerische Vielfalt sind nur wenige marktbeherrschende Firmen verantwortlich. So sind in der US-Fleischproduktion heute nur noch 13 Schlachthöfe. 1970 waren es noch tausende in den USA. 

In der Geflügelproduktion werden die Tiere heute in der Hälfte der Zeit doppelt so schwer, so dass ihre Knochen die Fleischmassen nicht mehr tragen können. Durch hohe Kredite werden Hühnerhalter von großen Fleischkonzernen abhängig gemacht. Wer die Tiere nicht nach deren Vorgaben hält, nämlich in riesigen Hallen ohne Tageslicht, oder wer Filmteams auf seine Anlage lässt, dem wird der Vertrag gekündigt.

Auf dem US-Saatgutmarkt hat Monsanto die Vorherrschaft. 90 % aller Sojabohnen in den USA enthalten von Monsanto patentierte Gene. In den USA gibt es keine Kennzeichnung für GVO mit der Folge dass heute 70 % aller verarbeiteten Produkte dort gentechnisch veränderte Zutaten enthalten. An der Entscheidung waren Politiker, die vormals bei Monsanto beschäftigt waren, federführend. Mais wird in den USA stark subventioniert und ist damit sehr preisgünstig. 90 % aller industriell hergestellten Nahrungsmittel enthalten Mais oder Soja bzw. daraus hergestellte Inhaltsstoffe. Vor allem wird es jedoch als Futtermittel verwendet. Bei Rindern hat dies starke Folgen, da diese von Natur aus Grasfresser sind. Es kommt zur Vermehrung von Escherichia coli-Bakterienstämmen im Pansen, von denen einige für den Menschen tödlich sein können. Die Großkonzerne versuchen dabei zu verhindern, dass die Verbraucher erfahren wie ihr Essen hergestellt wird.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen