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Samstag, 25. April 2015

Tiertransporter mit über 18.000 lebenden Rindern an Bord verpestete Luft in Las Palmas de Gran Canaria

24.04.2015 - Die Bewohner von Las Palmas auf Gran Canaria wurden gestern nicht nur von der Morgensonne, sondern auch von einem tierischen Gestank geweckt. Über großen Teilen der Hauptstadt lag ein äußerst penetranter Geruch, der von einem Tiertransporter ausging, der gegen Mitternacht im Hafen La Luz angelegt hatte, um Treibstoff und Proviant zu bunkern. An Bord des 195 Meter langen Frachters Almawashi, der unter panamaischer Flagge registriert ist, befinden sich neben der Besatzung noch 18.238 weitere Lebewesen. Es handelt sich dabei um Rinder, die von Montevideo in Uruguay in die ägyptische Hafenstadt Alexandria gebracht werden sollen.

Der strenge Gestank, der von dem gigantischen, schwimmenden Stall ausgeht verteilte sich gestern auf Grund ungünstiger Winde über mehrere Stadtviertel von Las Palmas. Besonders viele Beschwerden kamen aus Arenales, Triana und San Cristóbal. Erst als der Viehtransporter gegen 14.00 Uhr seine Reise fortsetzte, zog auch der entsetzliche Geruch ab. Zahlreiche Bewohner der Hauptstadt sollen den gesamten Vormittag mit zugekniffener Nase verbracht haben. Dabei hatte die Menschen auf Gran Canaria noch Glück. Auf seiner Reise von Südamerika nach Nordafrika hatte der Tiertransporter zuvor schon in anderen Häfen Station gemacht. Besonders die Bewohner von Veracruz in Mexiko hatten unter dem bestialischen Gestank zu leiden, da das Schiff hier vier Tage lang im Hafen lag.

Es ist kaum vorstellbar, welche Zustände an Bord der Almawashi herrschen mögen, wenn schon etwas Wind ausreicht, um eine gesamte Stadt mit einer derart penetranten Duftwolke einzunebeln. Tierschutzgesetze und hygienische Standards dürften auf einer so langen Reise, bei der mehr als 18.000 lebende Rinder auf engstem Raum zusammengepfercht sind, wohl kaum eingehalten werden können.

Quelle: Noticias7

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