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Mittwoch, 9. September 2015

Politologe: Deutsche haben bei Flüchtlingsfrage ihr Gehirn verloren - Existenz der EU gefährdet

Die Briten haben das Gefühl in Deutschland habe man den Verstand verloren. Die Bundesregierung bricht bei der Flüchtlingsfrage die EU-Gesetze und lässt Tausende nicht registrierte Migranten ins Land.

Der britische Politologe Anthony Glees übte scharfe Kritik an der deutschen "Flüchtlingspolitik". Die Briten haben den Eindruck, Deutschland habe den Verstand verloren, sagte Glees im Interview mit dem Deutschlandfunk.

Die Entscheidung Berlins, die in Ungarn illegal eingereisten Migranten aufzunehmen, verstößt gegen EU-Gesetze und setze damit die Existenz der EU aufs Spiel.


"Man mag über Ungarn denken, was man will. Aber wenn Deutschland sich nicht an die Regeln hält, fällt die ganze EU auseinander", sagte Glees.

Er war sehr überrascht zu sehen, wie viele Deutsche die illegal eingereisten Migranten am Münchner Bahnhof mit Willkommensrufen begrüßten. Nicht weil er denke die Bundesbürger hätten keine humanitären Gefühle, sondern, weil Deutschland sonst immer auf Regeln poche, besonders bei der Griechenland-Krise.

Aktuell gebe sich Deutschland aber als "Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird".

"Die Deutschen stehen da als Rechtsstaatsleute, die Gesetzen folgen, die das vielleicht mit dem Herzen machen, aber immer mit dem Gehirn. Das ist genau jetzt umgekehrt und wie gesagt, viele meinen, die Deutschen haben hier ihr Gehirn verloren."

Für die Briten ist es rätselhaft was in Deutschland aktuell passiert. Gerade weil sich Berlin in Syrien nicht militärisch engagiere, um den Islamischen Staat zu bekämpfen. Aber gleichzeitig verkündet die Bundesregierung, die verzweifelten Menschen in Syrien und im Irak, sollten in die Bundesrepublik kommen. "Das scheint vielen Briten unsinnig."


Ungarn hält sich an EU-Gesetze

Ungarn hat Österreich und Deutschland bereits deutlich aufgerufen, die Grenzen zu schließen. Beide Länder sollten "klar sagen", dass keine weiteren Flüchtlinge mehr aufgenommen werden, sagte Ungarns Regierungschef Viktor Orban der österreichischen Nachrichtenagentur APA zufolge im ORF-Fernsehen am Montag.

Ansonsten würden weiterhin "mehrere Millionen" Menschen nach Europa kommen. Er kritisierte weiter, die Einreise in die EU ohne Papiere entspreche nicht den Regeln, trotzdem habe Österreich die Migranten ungehindert einreisen lassen. Ein Großteil von ihnen seien Wirtschaftsflüchtlinge. Ungarn habe ausreichend "finanzielle und polizeiliche Kraft", für alle Schutzsuchenden Verpflegung und Unterkunft zur Verfügung zu stellen - doch würden alle nach Deutschland wollen. "Das Problem liegt nicht auf unserer Seite", sagte Orban weiter.

Zur Kritik an dem Flüchtlingschaos in Ungarn erklärte Orbán, dass er sich nur an die europäischen Regeln halte. Und diese sähen eben vor, dass kein Flüchtling ausreisen dürfe, bevor er nicht registriert sei. Zudem müsse Ungarn seine Grenze nach dem Schengen-Abkommen sichern. (so)



Quelle: Epochtimes


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