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Dienstag, 8. September 2015

Todesopfer der Heilsversprechen

Keines der meinungsbildenden Medien ließ das Bild des toten syrischen Kindes aus, das an der Küste des türkischen Touristenorts Bodrum angespült worden war. Wie es scheint, riskierte der Vater durch die Reise das Leben seines Sohnes, seiner Tochter und Ehefrau deshalb, weil er sich durch die europäischen Sozialsysteme neue Zähne erhoffte.

Eigentlich klingt es unglaublich. Der Vater des toten syrischen Jungen soll das Leben seiner Familie riskiert haben, weil er neue Zähne brauchte.


Seine in Kanada lebende Schwester berichtet dem kanadischen Fernsehen sky news, dass ihr Bruder bereits 2012 aus Syrien in die Türkei geflohen sei und seither dort gelebt und gearbeitet habe. Da er jedoch neue Zähne benötigte und sie ihm den 14.000 Euro teuren Zahnersatz nicht finanzieren konnte, habe er sich entschlossen, mit seiner Familie per Schlepper, denen er 4.000 Euro bezahlt habe, nach Europa zu immigrieren. Dort, so hoffte er, würde ihm die Sozialbehörden seine kieferorthopädischen Wünsche lückenlos erfüllen.

Auf der Überfahrt kenterte das Boot. Seine Frau sowie die beiden Kinder ertranken. Der Vater wurde, da er laut Medienberichten eine Schwimmweste trug, von der Küstenwache gerettet.

Wie t-Online berichtet, wurde der dreijährige Sohn, der bei der Überfahrt das Leben verlor, in der nord-syrischen Heimatstadt Kobane neben seiner Mutter und Schwester beigesetzt. Der Vater reiste anlässlich der Beerdigung in jenes Land zurück, von wo er vor drei Jahren geflüchtet war.

In dem Interview von sky news schildert die Schwester die erschütternden Hintergründe für die Flucht:






Quelle: Blu-News


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