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Dienstag, 8. September 2015

Weißes Haus: Die USA wollen keine Flüchtlinge aufnehmen

Josh Earnest. Bild: whitehouse.gov
Gerade der Hauptverursacher der Flüchtlingskrise will keine Verantwortung übernehmen und überlässt den Europäern die Bewältigung. Dies bekräftigte ein Sprecher des Weißen Hauses. Die US-Regierung würde jedoch "mit Wissen und Rat" zur Verfügung stehen.


Von Marco Maier

Eigentlich könnte man die US-Führung mit einem Brandstifter vergleichen, der in der ganzen Stadt Brände legt, den Anderen die Rettungsmaßnahmen der Opfer überlässt und sich danach als großartiger Ratgeber aufspielt. Denn nichts Anderes bedeutet die Aussage des Sprechers des Weißen Hauses, Josh Earnest, die er gestern in Washington vor Reportern tätigte.

Gefragt, ob die Amerikaner mehr Flüchtlinge aus den betreffenden Regionen aufnehmen würden, sagte er: "Europa hat die Kapazität, dieses Problem selber zu lösen." Viele der Menschen, die vor Gewalt und Instabilität fliehen würden, seien verzweifelt. Die Politik dürfe nicht versäumen, diese Flüchtlinge immer auch als Menschen zu sehen, so Earnest. Die USA würden jedoch "mit Wissen und Rat" zur Verfügung stehen.

Dass die US-Administration mit den geopolitischen Eingriffen in Libyen, im Irak, in Syrien, in Afghanistan und diversen anderen Ländern in der Region maßgeblich zur Flüchtlingswelle beigetragen haben, verschwieg er jedoch geflissentlich – was angesichts der globalen Brandstifterei der US-Eliten nachvollziehbar ist. Verantwortung für die eigenen Missetaten zu übernehmen, gehört eben nicht zu den Prioritäten des Regimes in Washington, so lange man an dem globalen Unheil noch Milliarden an Dollar verdienen kann. Und das tun die US-Konzerne auch. Zumindest noch.




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