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Sonntag, 25. Oktober 2015

Grundschule in Wipperdorf soll bei laufendem Betrieb zur Hälfte in ein Asylantenheim umgebaut werden

Foto: © Zukunftskinder
Wipperdorf ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Nordhausen in Thüringen und zählt gerade mal 1363 Einwohner.
Am vergangenen Montag trafen die Elternsprecher der Grundschule in Wipperdorf zu einer außerordentliche Versammlung zusammen. Man hatte den Eltern etwas wichtiges mitzuteilen, das vor allem die Grundschüler des kleinen, beschaulichen Dörfchens betrifft. Man ahnte schon, um was es gehen sollte. Es ging um die Unterbringung von Flüchtlingen! Man hatte mit vielem gerechnet, doch was die Eltern dann erfuhren, stieß auf Unverständnis und Entsetzen! Die Grundschule in Wipperdorf soll bereits in den nächsten Wochen bei laufendem Schulbetrieb quasi in der Mitte geteilt und innerhalb kürzester Zeit umgebaut werden. In diesem abgetrennten Teil der Schule sollen anschließend Flüchtlinge untergebracht werden und das neben dem „normalen Schulbetrieb! Angeblich handele es sich bei den Flüchtlingen um Familien (maximal 46 Plätze) so Landrat Matthias Jendricke (SPD).

nnz-online berichtete am 20.10.2015:
Gestern Abend: Außerordentliche Versammlung der Elternsprecher der Grundschule in Wipperdorf. Im Anschluss: es soll Unverständnis und Entsetzen gegeben haben…
Während dieser Zusammenkunft soll bekanntgegeben worden sein, dass die Grundschule in Wipperdorf in den nächsten Wochen bei laufendem Schulbetrieb quasi in der Mitte geteilt und innerhalb kürzester Zeit umgebaut werden soll.
Neben dem „normalen Schulbetrieb“ sollen dort Flüchtlinge untergebracht werden. Laut Aussage des Landratsamtes Nordhausen sei dies eine feststehende, unumstößliche Entscheidung, auch wenn man weder die Eltern noch die Anwohner im Vorfeld darüber informiert hat und diese Entscheidung nur durch Zufall überhaupt publik geworden und dann von einigen Eltern an die Öffentlichkeit gebracht worden ist.
„Abgesehen davon, dass nun auf einmal das Geld scheinbar aus allen möglichen Kanälen nur so sprudelt, obwohl zuvor jahrelang (und auch jetzt noch) die Unterhaltbarkeit der Grundschulen im Landkreis ständig diskutiert und mangels Mitteln in Frage gestellt wurde, mache ich mir natürlich auch wahnsinnig Sorgen um die Sicherheit meiner Kinder und frage mich, wie eine solche Entscheidung überhaupt zulässig sein kann und man die Bürger, und damit auch Wähler, von denen man ja immer ein demokratisches Verhalten einfordert, vor solch vollendete Tatsachen stellen kann“, fragt ein Bürger aus Wipperdorf in einer Mail.
Seinen Namen will er nicht genannt haben, er wolle nicht gleich in eine Nazi-Ecke gestellt werden. Beide Facetten dieses defacto Hilferufes, sind derzeit prägnant für das, was sich in unserer Gesellschaft festsetzt. Eine plan- und hilflose Politik, die letztlich zu Zwangsmaßnahmen an der kommunalen Basis führen wird und die Angst der Menschen, offen ihre Meinung zu sagen. Sie fürchten, selbst bei diesen Aussagen wie hier wiedergegeben, sofort in eine rechte Ecke gestellt zu werden.

Angeblich soll es sich ja bei den Flüchtlingen, die in der Schule unterkommen sollen, um Familien handeln? Doch wer soll das heute noch glauben, wenn die Bürger ständig vor vollendete Tatsachen gestellt werden?

Bei den 384 Flüchtlingen, die im ehemaligen Hornbach Gartencenter in Lohfelden untergebracht wurden, handelt es sich ja auch ausschließlich um Männer!

Sogar Chefredakteur Kai Gniffke von ARD-aktuell hatte erst vor ein paar Tagen eingeräumt, dass bei der Berichterstattung über Flüchtlinge gerne mal geflunkert wird.
Wenn Kameraleute Flüchtlinge filmen, suchen sie sich Familien mit kleinen Kindern und großen Kulleraugen aus.“ Tatsache sei aber, dass „80 Prozent der Flüchtlinge junge, kräftig gebaute alleinstehende Männer sind“.

Was ist also, wenn statt der erwarteten Familien plötzlich 30 oder 40 Männer in der Schule untergebracht werden? Sind die Ängste und Sorgen der Wipperdorfer berechtigt?

Am gestrigen Mittwoch jedenfalls lud Bürgermeister Joachim Lessner die Einwohner zu einer Informationsveranstaltung in die Aula der Grundschule ein. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Laut Augenzeugen befanden sich rund 350-400 Personen im Saal, wovon einige draußen bleiben mussten, weil kein Platz mehr frei war.

Bürgermeister Joachim Lessner und Landrat Matthias Jendricke (SPD) plädierten für Verständnis für die Probleme, mit denen die Kommunen zurecht kommen müssen und schwadroniert, dass die Belegung auch eine Chance für Wipperdorf darstellen würde…es fragt sich bloß für wen?

Der Live-Ticker zur gestrigen Veranstaltung kann hier nachgelesen werden! Man beachte vor allem den Kommentarbereich!




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