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Mittwoch, 9. März 2016

Die grösste Steueroase sind jetzt die USA

Titel: "RENO - Die grösste kleine
Steueroase der Welt"
Darunter: "Die Schweiz ist so
vergangenes Jahrhundert"
ASR - Von mehreren Seiten bin ich angefragt worden, welcher Ort ist der sicherste Hafen, um Geld anonym zu deponieren oder anzulegen. Speziell nachdem in Europa das Bankgeheimnis praktisch überall aufgehoben wurde, einschliesslich in der Schweiz. Das US-Regime hat alle Länder mit Nötigung dazu gezwungen, die Bankdaten von US-Bürgern offenzulegen und automatisch zu melden. Sie mussten sich den US-Gesetzen FATCA und GATCA, sowie den OSZE-Richtlinien über die Preisgabe der Daten, unterwerfen. Interessant ist, umgekehrt gilt das nicht. Die Vereinigten Staaten haben sich NICHT den neuen Richtlinien der OSZE angeschlossen. Das heisst, die USA geben keine Bankdaten von ausländischen Kunden weiter und ist somit die grösste Steueroase der Welt geworden. Wieder erweist sich Washington voller Heuchelei und Doppelmoral. Es müssen sich alle Länder an die neuen Regeln halten, nur selber tut man es nicht. Diesen Umstand hat unter anderem die Rothschild Bank genutzt und in den USA eine Stiftung gegründet, wo reiche Ausländer ihr Vermögen parkieren können, befreit von Steuern und den neugierigen Augen der europäischen Behörden.

Nach Jahren der Dresche auf Länder, die Amerikanern geholfen haben ihr Geld zu verstecken, sind die USA zu der führenden Steueroase für reiche Ausländer geworden. Indem Washington selber sich nicht an den Datenaustausch beteiligt, den sie aber allen anderen aufgezwungen hat, fliessen jetzt Milliarden aus dem Ausland in die USA. Es findet ein regelrechte Stampede statt, Geld aus den traditionellen Aufbewahrungsorten wie Luxemburg, der Schweiz oder den Cayman Islands, jetzt in Massen nach Nevada, Wyoming oder South Dakota fliessen zu lassen.

Peter A. Cotorceanu, ein Anwalt der Zürcher Anwaltskanzlei Anaford AG, schrieb dazu in den Oxfordjournals: "Welche Ironie, wie pervers - dass die USA, die so scheinheilig die Schweizer Banken verurteilt hat, zum Bankgeheimnis-Rechtssystem du jour geworden ist." Er fügte hinzu: "Dieses gigantische Soggeräusch, das Sie hören? Es ist das Geräusch des Geldes, das in Richtung USA fliesst, um der GATCA-Berichterstattung zu entgehen."

Wenn man wissen will, was in Finanzsystem läuft, muss man nur beobachten, was Rothschild macht. Sie haben in Reno, Nevada nicht weit von den Kasinos Harrah's und Eldorado eine Treuhandgesellschaft eröffnet. Die Gesellschaft ist vollauf damit beschäftigt, das Vermögen der Leute aus Europa, Lateinamerika und Asien, die neu der Veröffentlichung unterliegen, in die eigene Vermögensverwaltung zu transferieren, wo es keine gibt. Rothschild Trust America LLC sitzt im 12. Stock des Gebäudes des ehemaligen Hauptquartiers von Porsche Nordamerika.

Hauptleidtragender ist die Schweiz, denn ein Grossteil von ausländischem Vermögen wird wegen dem Verlust der Anonymität jetzt in die USA verschoben, nicht nur nach Reno, sondern auch nach Sioux Falls, South Dakota. Viele amerikanische Bundesstaaten locken mit niedrigen Steuern und absoluter Vertraulichkeit in ihren Gesetzen was Stiftungen betrifft. Der Stichtag für das Inkrafttreten der Meldepflicht war der 1. Januar 2016 und vorher wurde fleissig das Vermögen in die USA verschoben.

"Cayman wurde im Dezember hart getroffen, dabei wurden viele Konten geschlossen, welche die Leute geleert haben", sagte Alice Rokahr, Präsidentin von Trident in South Dakota, einer der weltweit grössten Bereitsteller von Offshore-Stiftungen. "Ich war überrascht, wie viele ehemalige Schweizer Konten herübergekommen sind, aber sie wollen raus aus der Schweiz."

Laut Rokahr und anderen Vermögensberatern, soll es sich um einen legitimen Bedarf nach Vertraulichkeit handeln. Es geht um den Schutz vor Entführungen oder Erpressungen in den Ländern, wo die Kunden ihren Wohnsitz haben. Die USA kommt ihnen als Aufbewahrungsort dabei am sichersten vor. "Ich höre niemanden sagen, 'ich will steuern vermeiden'", sagt sie. "Es handelt sich um Leute mit begründeten Sorgen um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen."

Moment, jetzt ist mir gerade die Tastatur zu Boden gefallen...

Um die Anonymität und Steuervermeidung von US-Bürgern über das Ausland zu beenden, hat der US-Kongress 2010 das FACTA-Gesetz verabschiedet, Foreign Account Tax Compliance Act, was Finanzinstitute dazu zwingt, alle Kontendaten von US-Bürgern an die US-Steuerbehörde (IRS) zu melden oder saftige Strafen sind fällig. Banken ausserhalb Europas hatten nur die Wahl, entweder allen amerikanischen Kunden zu kündigen, oder sich dem US-Gesetz zu unterwerfen, wenn sie in den USA Geschäfte machen wollen.

In der Schweiz haben mehr als 80 Banken, einschliesslich UBS und Credit Suisse, viele Milliarden an Strafe bezahlt, wegen angeblicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Dazu gehört auch die Rothschild Bank AG, die sich schuldig bekannte US-Kunden dabei geholfen zu haben, ihr Vermögen und Einkommen zu verschleiern. Die Strafe belief sich auf 11,5 Millionen Dollar.

Durch FACTA angeregt hat die OSZE selber noch strengere Richtlinien festgelegt. Seit 2014 haben 97 Staaten sich der Verpflichtung angeschlossen, Bankdaten über ausländische Kunden an die Herkunftsländer zu melden. Nur wenige haben abgelehnt, wie Bahrain, Nauru, Vanuatu und die Vereinigten Staaten von Amerika!

Das amerikanische Finanzministerium hat kein Interesse, die Meldepflicht im eigenen Land durchzusetzen, die sie aber allen anderen auferlegt.

Für die Vermögensberater ist es ein riesen Geschäft geworden, unzählige Vermögen von den ehemaligen klassischen Finanzzentren, in die USA zu transferieren. Damit sind die USA zur grössten Steueroase der Welt geworden. Laut US-Gesetzen ist es nicht verboten, Ausländern die Anonymität ihrer Vermögensverhältnisse zu garantieren. Es ist nur gegen das Gesetz, wissentlich den Kunden bei der Steuervermeidung zu helfen. Man kann sich dabei auch taub und blind stellen.

Was hier abläuft ist wie oben bereits gesagt, die typische amerikanische Doppelmoral, die wir in allen Bereichen sehen, nach dem Motto, "tut was wir euch sagen, aber nicht was wir selber tun". Es ist beschämend und ein Skandal, wie die Europäer sich diese Einseitigkeit von Washington wieder gefallen lassen. Die Politiker in Europa haben keinen Mumm in den Knochen, sind Schlappschwänze und Feiglinge. Washington muss nur fordern und schon wird unterwürfig klein beigegeben.

Die Europäer verlangen, wenn überhaupt, nur kleinlaut den umgekehrten Informationsfluss. Aber das kennen wir, denn Europa ist eine US-Kolonie. Die NSA darf ungehindert in Europa alles abhören und ausspionieren, die CIA ihre geheimen Foltergefängnisse betreiben, das Pentagon seine Kriege von europäischen Boden aus führen, Atomwaffen lagern, Raketen gegen Russland aufstellen und die Sanktionen gegen Russland zum eigenen Schaden ausführen lassen. Ich zitiere aus dem Film AVATAR:
"Die pissen auf uns und sind nicht mal so höflich, es uns als Regen zu verkaufen."

Es beweist wieder, das US-Regime betrachtet Europa als nützliche Idioten und Befehlsempfänger, mit denen man alles machen kann ... und die sich auch alles gefallen lassen. Amerika ist nicht ein Freund, sehr witzig, war es noch nie, sondern hat nur eigene, egoistische Interessen im Sinn. Die will ich wie folgt darlegen:

Mit der Durchsetzung der Meldepflicht und Aufhebung des Bankgeheimnis für ausländische Finanzinstitute, und mit der gleichzeitigen Attraktivität für ausländisches Vermögen, verfolgt das US-Regime mehrere Ziele. Erstens, das Bankensystem der "europäischen Freunde" wird damit erheblich geschwächt, durch den Wegzug der Vermögen. Dadurch auch weniger Steuereinnahmen in den Ländern, denn dort gibt es Steuern auf die verwalteten ausländischen Vermögen, wie in der Schweiz, mit 30 Prozent Verrechnungssteuer.

Banken mussten aufgeben oder fusionieren, Arbeitsplätze gingen verloren, der Finanzplatz Schweiz liegt am Boden.

Zweitens, die Steuern fliessen jetzt in die Kasse des US-Fiskus, denn für Amerikaner ist es fast unmöglich geworden, ihr Geld im Ausland anonym anzulegen. Plus die ganzen Strafen, welche die europäischen Banken zahlen mussten, die in die vielen Milliarden gehen. Aber noch wichtiger ist der dritte Punkt. Indem die USA eine Steueroase wurde, fliesst sehr viel Geld ins Land, wie oben beschrieben. Das ist sehr wichtig, denn so kann das Handelsbilanzdefizit ausgeglichen werden. Normalerweise holt man durch höhere Zinsen Geld ins Land, aber bei der Null-Zins-Politik der FED passiert das nicht.

Also wir sehen, diese erpresserische Vorgehensweise gegen die sogenannten Freunde und das Anlocken von ausländischen Vermögen, ist von langer Hand geplant worden. Es ist ein Angriff auf das Bankensystem Europas, speziell der Schweiz, und gleichzeitig dient es zur Stabilisierung des Dollars. Durch die Hunderten Milliarden von Dollar an Vermögen, die in die USA jetzt fliessen und geparkt werden, wird der Dollar gestärkt. Das erklärt auch den Kursanstieg gegenüber anderen Währungen.

Wieder gefickt eingeschädelt von den Amis!

Zurück zur Frage am Anfang - Der sicherste Ort sein Geld anonym und sicher zu deponieren ist im Gefrierfach Zuhause.


Quelle: Alles Schall und Rauch


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