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Montag, 7. März 2016

Grenzzaun: Asyl-Lobby verteilt Bolzenschneider

Groteske Entwicklung an der griechisch-mazedonischen Grenze: In einem vertraulichen Regierungsdossier, das der "Krone" vorliegt, wird über eine neue "Serviceleistung" diverser Hilfsorganisationen berichtet - die Flüchtlingshelfer verteilen Gratis-Bolzenschneider an Asylwerber, damit diese den Zaun zerstören können. In der Nacht auf Montag gab es 104 Aufgriffe.


"Da können wir uns in Österreich ja schon auf so einiges vorbereiten", kommentiert ein Teilnehmer der regelmäßigen Lagebesprechungen des Krisenstabs in Wien die neue Entwicklung an der griechisch-mazedonischen Grenze. Dort hat die mazedonische Exekutive am vergangenen Wochenende 104 Asylwerber im direkten Hinterland des Grenzzauns festgenommen, die Bolzenschneider bei sich hatten.
Auszüge aus dem Regierungsdossier:



Bei den Vernehmungen durch die Polizei sagten die Flüchtlinge aus, dass Aktivistengruppen oder Hilfsorganisationen diese Bolzenschneider an sie verteilt hätten. Sie hätten damit dann Löcher in den Grenzzaun geschnitten.

Griechische Anarchisten hinter Bolzenschneider-Aktion?

Die 104 gestellten Asylwerber wurden von der mazedonischen Polizei wieder nach Griechenland zurückgebracht. Wer hinter derBolzenschneider-Aktion vermutet wird, wird ebenfalls im Lagebericht erwähnt: "Auf griechischer Seite sind im Grenzraum seit Längerem griechische Anarchisten tätig, die aktiv Migranten anraten, den Zaun mit Bolzenschneidern aufzuschneiden." Die Aktivisten sollen zudem Verbindungen zu den Initiatoren der #SafePassage-Kampagne in diversen sozialen Netzwerken haben, heißt es.

Laut den Angaben in diesem Dossier hat Mazedonien seine Grenze keineswegs komplett gesperrt: Am 27. Februar konnten 300 Flüchtlinge weiterreisen, am 28. Februar 700, am 29. Februar 310 Personen. Dazu wird festgestellt, dass Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien bereits konkrete Tagesquoten festgelegt hätten und sich auf eine "Durchflussmenge auf unter 400 Migranten pro Tag" (Zitat) geeinigt hätten. Diese Zahl kann somit auch Österreichs Exekutive nun täglich in Spielfeld erwarten - zumindest in den nächsten Wochen.

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Quelle: Krone.at


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